Der Begriff wird meist für Meteore verwendet, deren scheinbare Helligkeit größer ist als die des hellsten Planeten, der Venus, also größer als −4 mag. Leuchtschwächere Ereignisse werden als Sternschnuppen bezeichnet. Gelegentlich wird für ein besonders helles Ereignis, das heller als etwa −17 mag ist, also ungefähr 100-mal heller als der Vollmond,[1] die Bezeichnung Superbolide verwendet.[2] Beide Abgrenzungen sind jedoch nicht scharf.[
Thema des Tages von Heute den 10.02.2026 - (neu um 11 Uhr)
Wetter aktuell
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Tauwetter und Hochwasser?
Ab der Nacht zum Mittwoch setzt in einigen Regionen starkes Tauwetter ein. Welche meteorologischen und hydrologischen Faktoren bestimmen dabei, wie viel Schmelzwasser tatsächlich in die Flüsse gelangt?
Die zweite Februarwoche startete weitgehend mit ruhigem und nach Südwesten hin auch mit mildem Winterwetter. Verantwortlich dafür war HOCH EMMERAM, welches am gestrigen Montag mit seinem Schwerpunkt über dem Baltikum lag. EMMERAN hat sich nun aber unter allmählicher Abschwächung zum Schwarzen Meer verlagert. Gleichzeitig erfasste uns bereits am Morgen die Okklusionsfront eines Tiefs bei den Britischen Inseln. Damit kamen bereit in der Früh im Südwesten die ersten Regenfälle auf. Größere Niederschlagsmengen kommen dadurch aber zunächst einmal nicht zustande. Dies ändert sich jedoch in der kommenden Nacht: Dann greift bereits das teilokkludierte Frontensystem eines neuen Tiefs mit Kern nordwestlich von Irland auf den Südwesten des Landes über. Dabei setzen im Schwarzwald gegen Mitternacht, verstärkt durch einen herannahenden markanten Randtrog, kräftige Regenfälle ein. Aufgrund der sehr milden Luftmasse setzt im Hochschwarzwald Tauwetter ein. Dort liegen oberhalb von etwa 900 Metern 10 bis 30 Zentimeter Schnee, auf den Gipfeln, wie beispielsweise auf dem Feldberg rund 50 Zentimeter. Die tieferen Lagen sind allerdings überwiegend schneefrei, was die mögliche Hochwassersituation etwas entspannt.
Die Niederschläge halten am Mittwoch insbesondere im Schwarzwald tagsüber an. Am Abend ist voraussichtlich mit einer kurzen Unterbrechung zu rechnen, bevor in der zweiten Nachthälfte erneut kräftige Regenfälle einsetzen. Mit diesem zweiten Niederschlagsschub werden voraussichtlich die Staulagen des Nordschwarzwaldes die größten Niederschlagssummen erhalten. Dort wird bis zu diesem Zeitpunkt jedoch selbst in den Hochlagen kein Schnee mehr liegen. weshalb sich dort insgesamt nicht ganz so hohe Abflussmengen ergeben. Die Niederschläge halten auch am Donnerstag weiter an. Erst in der Nacht auf Freitag schwächen sie sich ab und gehen allmählich wieder in Schnee über. Insgesamt werden im Schwarzwald bis Freitagnacht verbreitet 40 bis 80 Liter pro Quadratmeter erwartet. In einigen exponierten Staulagen sind sogar Mengen von über 100 l/qm möglich. Welche Faktoren spielen neben der Niederschlagsmenge und der Schneehöhe eine Rolle bei der Einschätzung des Hochwasserpotenzials? Ein wichtiger Punkt ist der Wassergehalt der Schneedecke. Frisch gefallener Neuschnee besitzt einen Wassergehalt von lediglich 0,5 bis 1,5 Millimetern pro Zentimeter, feuchter Altschnee hingegen von 3,0 bis 5,0 Millimetern pro Zentimeter. Dies spielt insbesondere bei einer verbreiteten, dicken Schneedecke eine große Rolle. Zudem ist entscheidend, ob die Schneedecke vollständig wegtaut oder nur teilweise, da sie Regenwasser bis zu einer bestimmten Menge aufnehmen kann. Taut die Schneedecke jedoch vollständig ab und ist der Boden zusätzlich aufgrund einer vorangegangenen kalten Witterungsperiode bis in tiefere Schichten gefroren, gelangt das gespeicherte Wasser direkt in die Flüsse und kann zu Hochwasser führen. Außerdem sind bei einem Tauwetterereignis auch die Feuchttemperatur und der Wind von Bedeutung. Setzt Tauwetter bei einer sehr milden und feuchten Luftmasse mit kräftigem Wind ein, taut die Schneedecke deutlich schneller ab. Dies führt zu einem erhöhten Wasserangebot innerhalb kurzer Zeit. Entscheidend, insbesondere für Hochwasser an kleineren Flüssen, ist zudem, ob der Dauerregen von Unterbrechungen begleitet wird oder ob es über einen längeren Zeitraum ohne Unterbrechung kräftig regnet. Darüber hinaus spielen auch nicht-meteorologische Faktoren eine wichtige Rolle. Dazu zählen zum einen die Topographie der Region, zum anderen aber auch der Versiegelungsgrad sowie die Art der Vegetation im Einzugsgebiet eines Flusses. Analysieren wir diese Faktoren nun für das bevorstehende Ereignis: Schnee ist insgesamt nur in geringem Umfang vorhanden und beschränkt sich auf die Hochlagen des Hochschwarzwaldes. Dabei handelt es sich überwiegend um feuchten Altschnee, der in diesem relativ kleinen Gebiet voraussichtlich vollständig abschmelzen wird. Weitere Faktoren, die für Hochwasser sprechen, sind die hohen Feuchttemperaturen sowie der stürmische Südwestwind. Allerdings wird es im Zeitraum von etwa 48 Stunden nicht durchgehend zu Niederschlag kommen; am Mittwochabend ist eine Niederschlagspause zu erwarten. Hinzu kommt, dass die Böden nicht gefroren sind und aufgrund einer zuvor eher trockenen Witterungsphase aufnahmefähig bleiben. Letztlich spielt auch die Topographie eine Rolle: Durch die teils bergige Landschaft ist die Region grundsätzlich anfällig für schnell ansteigende Flusspegel. Allerdings ist die Bebauung und Versiegelung im Schwarzwald vergleichsweise gering, was einer hohen Gefährdung entgegen wirkt. Insgesamt lässt sich daraus schließen, dass in den kommenden Tagen im Schwarzwald deutlich steigende Flusspegel zu erwarten sind. Örtlich kann es zu Überflutungen kommen, und an kleineren Flüssen im Südschwarzwald ist auch Hochwasser möglich. Eine größere, überregionale Hochwasserlage wird jedoch nach heutigem Stand nicht erwartet!
M.Sc. Met. Nico Bauer
Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 10.02.2026
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Thema des Tages - Gestern
Thema des Tages von Gestern den 09.02.2026
Wetter aktuell
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Der Winter macht vielerorts eine kleine Pause
Atlantische Tiefdruckgebiete gestalten das Wettergeschehen in dieser Woche in Deutschland. Dabei setzen sich größtenteils mildere Luftmassen durch. Zudem fällt regional reichlich Niederschlag. Mehr dazu im heutigen Thema des Tages.
Hoch EMMERAM liegt mit seinem Zentrum über dem Baltikum und beeinflusst derzeit vor allem das Wetter in der Osthälfte Deutschlands. Gleichzeitig erstrecken sich Tiefdruckgebiete vom Atlantik bis in den Mittelmeerraum. Dadurch stellt sich auch im Nordosten eine südöstliche Strömung ein, mit der etwas mildere Luftmassen herangeführt werden. Dieser überwiegend antizyklonal geprägte Wettercharakter bleibt jedoch nicht die ganze Woche über bestehen.
EMMERAM verlagert sich allmählich in Richtung Schwarzes Meer und löst sich dabei auf. Gleichzeitig verschiebt sich die Frontalzone weiter nach Norden, sodass atlantische Tiefdruckgebiete zunehmend Einfluss auf Deutschland gewinnen. Sie bringen nicht nur mildere Luft, sondern örtlich auch unwetterartige Niederschläge mit sich.
Am heutigen Montag ist davon allerdings noch wenig zu spüren. Tagsüber dominiert ruhiges und überwiegend mildes Winterwetter. Lediglich im Nordosten, vor allem in Teilen Vorpommerns, herrscht gebietsweise noch Dauerfrost. Bereits am Dienstagmorgen macht sich jedoch im Westen und Südwesten die Okklusionsfront eines ersten Tiefausläufers mit Niederschlägen bemerkbar. Im Südwesten kann es dabei vereinzelt kurzzeitig zu gefrierendem Regen kommen entsprechende lokale Glättegefahr ist zu beachten.
In der Nacht zum Mittwoch erreichen die Niederschläge auch den Nordosten. Dort fällt zunächst Schnee oder gefrierender Regen. Aufgrund der weiterhin gefrorenen Böden besteht dort erneut regional erhöhte Glatteisgefahr.
Von Südwesten her setzt sich am Mittwoch deutlich mildere Luft durch, sodass die Glättegefahr tagsüber in weiten Teilen des Landes nachlässt. Dafür bringt ein neues Frontensystem im Südwesten teils kräftige und länger anhaltende Regenfälle. Besonders im Schwarzwald können diese ergiebig ausfallen: In Staulagen sind dort bis Freitagnacht innerhalb von 48 Stunden örtlich 80 bis 100 l/qm möglich. An kleineren Flüssen kann es dadurch zu Hochwasser kommen. Eine größere Hochwasserlage ist jedoch nicht zu erwarten, da in den höheren Lagen des Schwarzwaldes kaum Schnee liegt und die Böden, anders als im Nordosten, nicht gefroren sind. Zudem lassen die Niederschläge am Freitag nach. Zum Wochenende gelangt von Norden her wieder kältere Luft ins Land, sodass der Regen im Bergland zunehmend in Schnee übergeht.
Im äußersten Norden können sich die milderen Luftmassen dagegen kaum durchsetzen. Dort muss auch am Mittwoch und Donnerstag weiterhin mit Schneeregen und Schnee gerechnet werden. In den übrigen Regionen geht es dem Schnee selbst in den höheren Lagen der Mittelgebirge vorübergehend an den Kragen. Besonders in den südlichen und südwestlichen Mittelgebirgen dürfte die Schneedecke auch in Hochlagen zeitweise vollständig verschwinden.
Für Wintersportfans gibt es jedoch auch gute Nachrichten: Zum Wochenende sickert von Norden her erneut kältere Luft ins Land, wodurch die Schneefallgrenze wieder deutlich absinkt. Ein nachhaltiger Wintereinbruch bis ins Flachland scheint dies aber nicht zu sein!
M.Sc.-Met. Nico Bauer
Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 09.02.2026